Stuttgart setzt am Samstag mit dem CSD ein starkes Zeichen für Vielfalt und gleiche Rechte – die Bundesregierung sendet gleichzeitig das falsche Signal.
Während Tausende für Gleichberechtigung auf die Straße gehen, will sie ausgerechnet bei trans Menschen die Speicherung und Weitergabe sensibler personenbezogener Daten ausweiten. Das schwächt den Schutz der Menschen und untergräbt das Vertrauen in den Staat. Wer gleiche Rechte ernst meint, darf staatliches Misstrauen nicht per Verordnung organisieren.“
Hintergrund:
Am Samstag, 25. Juli 2026, findet in Stuttgart der Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto „Ohne uns kein Wir! – Füreinander laut, miteinander stark.“ statt. Der CSD ist eine Demonstration für die Rechte von LSBTIQ*-Menschen sowie für Vielfalt, Gleichberechtigung und den Schutz vor Diskriminierung.
Bundespolitisch wird der CSD in diesem Jahr von der Debatte um die geplante Änderung der Meldeverordnung begleitet. Der Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums sieht erweiterte Regelungen zur Speicherung und Übermittlung früherer Geschlechtseinträge und Vornamen von trans und intergeschlechtlichen Menschen vor. Queere Verbände befürchten, dass Betroffene dadurch gegen ihren Willen als trans oder intergeschlechtlich erkennbar werden können. Nach ihrer Einschätzung erhöht dies das Risiko von Diskriminierung, Anfeindungen und Gewalt und schwächt das Vertrauen in den Schutz sensibler personenbezogener Daten.
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